Vera Dudyka: Hessentagspaar, Mama, Ehefrau – und wo bleibt man selbst?
Shownotes
10 Tage Ausnahmezustand. Unzählige Termine. Ehrenamt auf der großen Bühne – und mittendrin das Familienleben mit einem dreieinhalbjährigen Kind. Vera Dudyka und ihr Mann waren Hessentagspaar. Doch hinter Glamour, Veranstaltungen und offiziellen Terminen steckt eine ganz andere Geschichte: Wie schafft man es als Mama, für alle da zu sein, wenn plötzlich alles gleichzeitig passiert?
Wie organisiert man den Alltag? Was passiert mit dem schlechten Gewissen, wenn Familienmomente auf der Strecke bleiben? Und was macht man eigentlich, wenn man irgendwann merkt: "Ich kann gerade nicht noch mehr leisten"?
In dieser Folge sprechen wir mit Vera ganz persönlich über 10 Tage Hessentag in Fulda, die Herausforderungen als Mama, die Liebe zur Familie und die Erkenntnis, dass man nicht alles alleine schaffen muss.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, herzlich willkommen bei Dreißig Druck
00:00:02: und Drama
00:00:03: unserer Podcastreihe.
00:00:04: Und heute haben wir uns einen Gast ins Studio geholt – und zwar die Bewerber, schön dass du da bist!
00:00:13: Viele kenne ich ja vom Hessentag.
00:00:16: Vielleicht kann sie dich mal ganz kurz vorstellen?
00:00:20: Du kannst gerne auch schon antiesern wenn du möchtest über was wir jetzt sprechen wollen.
00:00:25: Warum du heute hier?
00:00:27: Ja, ich bin Vera.
00:00:29: Ich bin jetzt seit fünf Jahren in den Dreißigern und als ich Hessentagspaar geworden bin, bin ich dreißig geworden!
00:00:36: Und da hat sich natürlich das Leben und eine Rolle und alles was dahinter steckt auch ziemlich gewandelt sei es durch Hochzeit oder natürlich durch das eigene Mamasein und so eine Rollenwahrnehmung.
00:00:50: Da identifiziert man sich direkt mit diesem Titel «Dreißig Druck».
00:00:55: Drama.
00:00:56: Das kommt irgendwie zwangsläufig und
00:00:58: ja, ist so der Alltag den wir so leben,
00:01:01: gell?
00:01:02: Genau!
00:01:04: Ja Vera, wir haben dich hier eingeladen weil wir mit dir über deine Zeit als Hessentagspaar sprechen wollen und wie du so den Alltag mit einer dreieinhalbjährigen Tochter gewuppt hast oder ihr als Ehepaar auch aber auch du als Mama.
00:01:20: Und ja deshalb Ich schlage vor, dass wir auch erst mal so beim Hessentag anfangen.
00:01:25: Weil bei euch war es natürlich auch eine ganz besondere Situation.
00:01:30: Durch Corona bat ihr ja quasi so gefühlt das längste Hessenpaar aller Zeiten und ... Wir wollen jetzt aber so mal ganz bei dem Anfang anfangen!
00:01:41: Wie kamt ihr denn dazu?
00:01:42: So auf die Idee wie wird man denn überhaupt hessentags Paar?
00:01:47: Also das wurde damals, das war zwei tausend neunzehn und da war ich noch Jetzt muss ich zurückrechnen in den Ende zwanziger.
00:01:58: Und da war es ausgeschrieben, also jetzt in den Medien dass die Stadt Fulda einen Hessentagspaar sucht weil sie den hessentag im zwanzig einzwanzig ausrichten wollte.
00:02:09: und ja es war die schwiegermutter die damals dann schon meinte also die Schwiegernmutter entspähe damals war ich mit Max ja noch nicht verheiratet die dann so meint hier das wäre doch voll was passendes für euch.
00:02:21: Ihr wohnt irgendwie mitten in der Stadt und mögt es ja auch hier die Heimat so dazu leben, und vielleicht wäre das ja was?
00:02:28: Und wir beide dachten so nee, dass ist also... Wir sind jetzt nicht die Vorzeige-Repräsentanten für sowas, ne?
00:02:34: Wenn man... Das ist eine Rolle, da denkt man, wow, die ist ziemlich groß und können mir das überhaupt ausfüllen.
00:02:39: Naja sie ließ aber nicht locker und deswegen haben wir dann irgendwann aus einer Idee herausgesagt wie Bewerben uns jetzt und schenken ihr das auch einfach so mit zum Geburtstag zu sagen, haben wir es jetzt gemacht.
00:02:50: Aber wir hatten uns damit keinen Erfolg so verhofft.
00:02:54: Also ja dann kam die erste Castingrunde.
00:02:57: Wir sind relativ unvorbereitet aus dem Alltag hinaus dahingehechtet, so kann man es sagen.
00:03:05: Max war noch im Außendienst und es war alles relativ stressig.
00:03:09: also auf dem Weg dahin war nicht die beste Stimmung zwischen uns beiden.
00:03:13: Dann haben wir noch diskutiert, was wird er jetzt eigentlich tun?
00:03:16: Und dann kamen wir aber in diesen Casting.
00:03:19: Glaub ich ziemlich gut dieser Rolle an und es hat super viel Spaß gemacht.
00:03:22: das Gespräch also es war einfach so ein lockeres Kennengespräch mit der Castingrunde oder der Jury und ja sodass wir dann relativ zeitnah die Rhythmülung bekommen hatten dass wir nochmal zur zweiten Runde eingeladen werden Das Interesse geweckt.
00:03:42: Dann macht es cool, irgendwie hat's Spaß gemacht und das könnten wir uns vorstellen weil man wusste ja dann auch so was erwartet uns?
00:03:47: vielleicht ein Stück weit.
00:03:48: und in dem zweiten Casting ging es um eine Presseanfrage die wir beantworten mussten Bilder.
00:03:56: Da wurde so ein bisschen gekrillt an dem Tag aber sind da raus, sind danach sogar noch mit einem Pärchen die sich auch beworben hatten danach noch etwas essen gegangen.
00:04:07: Also man hat sich da jetzt auch noch nicht das verhofft, dass man es wirklich wird.
00:04:11: Und dann kann aber irgendwann der anruft, dass wir das jetzt werden und damit fängt unsere Rolle an.
00:04:17: Dann waren wir da voll into it!
00:04:19: Jetzt muss man das sagen... Es gehört echt zum Leben jetzt schon dazu.
00:04:21: Dass das so lange ist.
00:04:25: Wo hat man eine Heimatverbundenheit dadurch richtig krass geworden?
00:04:30: Das ist schon schön.
00:04:31: Und privat hat sich ja auch in der Zeit so viel noch getan.
00:04:33: Ich meine, ihr habt geheiratet und dann habt ihr einen kleinen Tochter bekommen.
00:04:39: Haben sich deine Gefühle dann bezüglich der Bewerbung teilweise mal geändert?
00:04:45: Was ein Fehler uns damals beworben zu haben, kam das mal in Frage?
00:04:50: Also man hat halt hinterfragt als ja der erste Hessentag abgesagt wurde und unser Leben weiter ging.
00:04:57: Ob wir dann in diese Rolle weiterhin so reinpassen oder ob Fulda weiterhin auch dieses Konzept fährt.
00:05:02: Das hätte auch sein können.
00:05:02: sie sagen.
00:05:03: Wir wollen gerne jetzt jemand neuen anderen.
00:05:06: Wir bauen es ganz neu auf aber die Stadt war schon dass sie Interesse weiterhin an uns hatten.
00:05:14: Oder das fand ich eigentlich auch ganz schön zu sagen, es ändert sich ja jetzt nicht unser Bild und unsere Rolle nur weil wir jetzt eben verheiratet sind.
00:05:23: Und Familie gegründet haben eher umgekehrt.
00:05:28: damals unsere Vorgängerinnen und Vorgängern die ja in Fulda dann auch schon Hessens Tag repräsentiert haben Die Familie stützt...die hatten ja auch ein Kind!
00:05:37: Und die Jungs uns gesagt hey ist vollkommen machbar Ja Dann ist man natürlich euphoreisch und sagt, das kriegen wir hin.
00:05:44: Aber klar!
00:05:44: Es war hier und da haben wir uns schon gefragt, Wahnsinn können wir das hinbekommen?
00:05:49: Und die Familie zu Glück hat ... Also wirklich, die haben alle gesagt Wir unterstützen euch.
00:05:54: Wir sind für euch da.
00:05:56: Wir kriegen das hin.
00:05:57: Und ohne die hätten wir es nicht machen können.
00:06:00: Das war ja Fulltime over Fulltime.
00:06:02: Mal
00:06:03: bis abends.
00:06:03: Ja.
00:06:04: Und das ging doch... Genau, das wollte ich grad fragen.
00:06:06: Es gingen ja auch nicht erst dann im Juni los sondern Wir sehen mal diese Vorbereitung.
00:06:13: Wie viele Termine kommen da wirklich vorher schon zusammen?
00:06:15: Ihr musstet deren Outfit auffinden, ihr hattet wahrscheinlich schon oder ihr hättet Pressetermine das wissen wir.
00:06:19: wann wird dabei aber auch Gespräche mit dem Hessentagsteam?
00:06:23: wie oft wart ihr da schon unterwegs?
00:06:26: Also wir haben zusammengezählt in den Vorlaufjahr, also nach Bad Völvill dem Hessentag liefern dann quasi dieses offizielle Hessentags für uns.
00:06:37: Es waren insgesamt hundertfünfzeigoffizelle Termine die wir so gezählt haben.
00:06:42: aber da zählt natürlich nicht dazu man bringt das Kostüm in die Reinigung Man organisiert den Babysitter, man kauft irgendwie ein, man plant seinen beruflichen Alltag und plant Urlaub.
00:06:53: Also alle diese Dinge die so drum herumlaufen sind natürlich dann irgendwie nennt in der Extremsituation.
00:07:00: Ja, das war schon... es war einfach so ein zweiter Job den wir da irgendwie gehandelt haben.
00:07:07: aber das Verrückte ist wenn man da drin ist schafft man das auch.
00:07:10: also von außen betrachtet.
00:07:12: wenn man mir das jetzt so vorschlagen würde und sagen wie sieht das aus schaffst du das irgendwie wöchentlich nochmal drei vier bis zehn bis zwanzig Stunden noch mal irgendwo zu investieren, würde ich sagen.
00:07:22: So spannend!
00:07:23: Aber so kam das dann immer so plätscherweise rein.
00:07:26: manchmal so habt ihr morgen Zeit?
00:07:27: Habt ihr nächste Woche Zeit und da hat man immer gesagt ja passt und irgendwann hat mich so kurz die ganze Woche voll.
00:07:32: Das müssen wir jetzt irgendwie koordinieren.
00:07:35: und klar mit einem Kind ist es was anderes.
00:07:38: Das sind dann Mittagsschlafzeiten, das sind Bettgehzeitungen, Essenszeiten.
00:07:43: also zum Glück hatten wir da Glück mit unserer Tochter wie auch so ein bisschen.
00:07:48: Ich sag mal,
00:07:50: ja.
00:07:51: Da Flexibilität und so uns auch möglich gemacht hat.
00:07:55: Hat sie das denn verstanden?
00:07:56: Dass Mama und Papa jetzt Hessentags fassen oder wie habt ihr das so geklärt?
00:08:01: Also Sie wusste immer wenn wir unser Kostüm anziehen dann hat sich schon gesagt oh Hessentag!
00:08:07: Es gab Termine.
00:08:08: da wollte sie super gerne mit und fand es auch total schade dass wir sie nicht mitgenommen haben.
00:08:13: Es gab Papa auch Tage da wollte ich sie mitnehmen weil Beispielsweise Veranstaltungen oder Themen waren, wo ich mir gedacht hab hey super ist kindgerecht gar kein Problem.
00:08:22: Man kann ja auch mal sehen dass wir als Familie auftreten.
00:08:26: Keine Lust also das war halt wirklich von totaler Euphorie bei ihr.
00:08:31: dann?
00:08:31: Ich habe keinen Bock.
00:08:32: Ja also die hat alles so aber das war okay.
00:08:35: ich habe sie da nicht irgendwie gesagt du musst jetzt weil wir hatten immer das haben wir denn auch mit der Zeit gelernt am Anfang war das wahrscheinlich noch so es gesagt hat Sie muss jetzt mit weil ich habe gar keine Babysitter organisiert.
00:08:45: Aber so im Laufe der Zeit wusste ich, ich habe immer ein Backup dabei.
00:08:51: Und wenn er mitkommt?
00:08:52: Weil das heißt Toilettengangs.
00:08:54: Sei es Essen oder sonst was man kann sich halt, wenn man dann in diesen Terminen war konnte ich mich nicht mehr so voll um sie kümmern und musste auch wissen jemand guckt nach ihr weil man das selber nicht mehr stemmen konnte, weil man war ja so in diesem Rampenlicht dass man dann gar nicht irgendwie noch sagen konnte, ich übe jetzt meine Mutterrolle voll aus.
00:09:12: Also das hat mich dann gesprengt.
00:09:15: Das war auch zeitweise im Hessentag so wo ich mir dachte... Ich hätte sie gern dabei aber da dachte ich, wie schafft es gar nicht?
00:09:20: Also diese Kinder sind ja dann die wollen dann auch diese Nähe Aber gleichzeitig wird man halt fotografiert.
00:09:27: und dann denke ich auch, ah!
00:09:28: Es ist alles ein fremde Menschen, das ist irgendwie zu überlagern.
00:09:32: Das will man ja dann auch nicht einem Kind antun.
00:09:34: Deswegen haben wir immer versucht eine gute Mischung zu finden.
00:09:37: Die hat das intuitiv selber sehr gut gesteuert.
00:09:40: Da mussten wir gar nicht viel machen, die hat es einfach rein nach ihrem... wie sie das mochte.
00:09:46: und ich glaube wenn das Veranstaltungen waren, die jetzt so groß waren, hat die sich
00:09:49: zurückgezogen.
00:09:50: also
00:09:51: ja.
00:09:52: Und ihr wart hier auch beide involviert?
00:09:53: Das ist ja nicht so dass Sie dann irgendwie beim Papa halt sein können sondern der war ja auch dabei!
00:09:58: Nee, seit immer als den Hessentagspaar
00:10:01: aufgetrieben.
00:10:02: Ja!
00:10:03: Das war uns auch wichtig, dass wir das zu zweit machen weil klar wir hatten auch hier und da mal Termine oder mussten auch Dinge absagen wo jetzt beispielsweise auch noch einmal krank war oder so wenn überlegt haben geht eine alleine oder wie machen wir das?
00:10:16: War sie dann
00:10:17: krank zu dir also während der Zeit auch?
00:10:19: Während derzeit auch.
00:10:20: Das war der Supergau natürlich am ersten Wochenende.
00:10:25: Ja, das war wirklich wild.
00:10:27: Weil ich gesagt habe es alles vorbereitet.
00:10:28: Das kann jetzt alles klappen!
00:10:29: Wir freuen uns auf die Woche.
00:10:31: Das einzige was wir nicht in der Hand haben ist tatsächlich ein Kind, was krank wird.
00:10:35: Aber Kinder sind ja so Wunderwerke, die heilen sicher auch innerhalb von vierundzwanzig Stunden und im Nachhinein würde ich sagen sie hat glaube ich unsere Aufregung mit verarbeitet.
00:10:45: also ihr habt wirklich am ersten Wochenende gefiebert und sich dann übergeben... ...auf mir?
00:10:52: Zum Glück hat sich mein Hessentax-Outfit schon aus, aber es war eine wilde Nacht.
00:10:56: Also wir haben teilweise wirklich nicht geschlafen zwischen diesen... Zwischen den Hessentakstagen.
00:11:01: und das hat also fand ich mir so verrückt weil immer Alexander hier strahlt, so frisch ist das mit so ihr wüsste was du hast?
00:11:07: Keine Stunde richtig geschlaft!
00:11:09: Was
00:11:11: schminke ich auch wirklich immer morgens so?
00:11:14: Schminke und ein bisschen Kaffee hilft.
00:11:18: Oh Gott
00:11:20: Wahnsinn.
00:11:20: Dann kommt das noch dazu, aber es ist irgendwie klar, dass so was dazwischenkommt.
00:11:26: Es war klar.
00:11:26: Ja,
00:11:27: jedenfalls!
00:11:28: Ich hab zwar gehofft, dass es nicht kommt.
00:11:30: Aber irgendwie war's klar und musste dann so sein.
00:11:32: Das war nur das erste Wochenende.
00:11:34: Und danach hat sie dann ... Sie war eigentlich fast nie mit uns unterwegs, weil das wär viel zu stressig gewesen für sie.
00:11:41: Wir hatten das so organisiert, dass wir wirklich einen Schichtplan geschrieben haben für die Großeltern und die Familie.
00:11:49: Dann hatten wir wirklich organisiert... Halbtags immer eine gute Organisation in Backup hatte, wer da ist.
00:11:59: Ob man den Baby-Sitter so richtig gebraucht hat oder nicht?
00:12:01: Aber wir hatten alles quasi... Weil ich gesagt habe, ich kann mich in der Zeit nicht drum kümmern.
00:12:05: Ihr müsst es untereinander absprechen, wer Kindergarten bringt abholt.
00:12:09: Wobei wir letztlich, glaube ich, Max Flora, die war fünf Tage im Kindergaten.
00:12:14: während des Hessentags, hat er sie, glaub ich, vier-, drei Tage hingebracht.
00:12:20: Also das hat funktioniert und mittags abholen haben wir aber dann immer vergeben, genau.
00:12:24: Und wir waren auch acht.
00:12:25: von zehn Abenden habe ich sie ins Bett gebrochen also
00:12:29: bin ich auch geschafft.
00:12:30: Aber wie ging es dir dann als du sie abends ins Bett gebracht hast?
00:12:34: Hast du die Zeit damit ihr so wirklich richtig genossen oder warst du in der Licht schon vom Tag aus gelaugt?
00:12:40: Nee, das war super weil ich glaube dass hat das Ganze auch geerdet weil mir kam immer nach Hause natürlich jetzt nicht die klassische Bettgezeit.
00:12:50: Also wir waren jetzt nicht um neunzehn Uhr zu Hause und haben dann mit ihr so langsam den Abend eingeleitet, sondern wir kamen meistens nach Hause.
00:12:57: Ich dachte mir oh wer springt der da noch durch die Wohnung?
00:12:59: Und dann kam sie aber freudestrein zu uns und dann haben wir erst mal angefangen vom Tag zu erzählen.
00:13:05: Sie hat uns erzählt, wir haben ihr erzählt.
00:13:07: Wir haben zusammen im Abend immer so ein Fußbad gemacht mit Magnesium, um es zu entspannen und sie ist dann immer mittrünn rumgestampft.
00:13:14: Dann sind wir zusammen ins Bett gegangen.
00:13:17: Das war glaube ich schon so auch ein Aspekt, das war schön.
00:13:21: Wenn wir das nicht gehabt hätten, glaube ich kann man auch in dieser Phase mehr sich verlieren.
00:13:26: Man ist vielleicht länger unterwegs... auch anstrengend, weil man dann nicht so schnell nach Hause geht und vielleicht auch nicht gut abschalten kann.
00:13:33: Und hier war es so.
00:13:33: wir kamen nachhause haben noch mal alles Revue passieren lassen haben ja auch das gezeigt und sie umgekehrt hat uns einfach abgeholt mit ihren Themen.
00:13:40: also ein Kind kann das ja ganz anders und da konnte man wirklich abschalten.
00:13:44: Also wenn man abends nochmal eine Kindergeschichte vorliest ist das auch etwas was einen wirklich runterholt.
00:13:49: Ganz anders in dieser Thematik Das war echt schön.
00:13:52: Ja
00:13:53: und hat sie realisiert?
00:13:55: Was ihr da macht oder ist das vorbeigelaufen, eigentlich meine dreieinhalb Jahre.
00:14:03: So ein bisschen was kriegt man mit aber so ganz realisieren ist glaube ich schwierig oder?
00:14:07: Das würde ich auch gerne wissen, also sie kann sich zwar sehr gut ausdrücken und schon äußern Aber wie genau sie uns da jetzt wahrgenommen hat weiß ich nicht.
00:14:18: Also sie war in diesem Hessentagsthema drin Sie hat es ja auch übergesehen und die fand es schön.
00:14:23: Sie hat es aber auch super schnell abgelegt.
00:14:25: Nachdem alles abgebaut war, glaub ich, gab's dieses Wort Hessentag in Ihrem Wortschiff.
00:14:28: Das ist noch gar nicht mehr!
00:14:32: Aber sie hat uns ja hier und da dann auch auf der Bühne gesehen oder unterwegs... Und sie hat das auch im Kindergarten verarbeitet schon?
00:14:40: Aber in welcher Form sie das abgespeichert hat keine Ahnung, das kann man nicht sagen.
00:14:45: Ob sie jetzt unser größter Fan war oder ob sie sagt naja, das gehört dazu.
00:14:51: Das machen die alle Eltern.
00:14:52: also Genau, das ist irgendwie... Das konnte ich bis heute nicht rauskristallisieren.
00:14:57: Das will ich wahrscheinlich auch nie erfahren.
00:14:58: Also dafür ist sie zu klar.
00:15:01: Wir haben euch ja auch einen Tag mit der Kamera beklartet also wirklich von morgens aufstehen fertig machen und dann losziehen.
00:15:08: Wie habt ihr denn eigentlich diese zehn Tage als Ehepaar so zusammengelebt?
00:15:13: Also einmal gab es ja dann die Rolle der Mama.
00:15:16: aber wie war's so zwischen Max und dir?
00:15:19: tatsächlich sehr gut Das hätten wir vorher nicht gedacht, weil wir sind schon... Wir kanalisieren unseren Stress auch gegenseitig.
00:15:30: Dass wir uns dann gegenseiteg gut in der Wolle haben.
00:15:35: Wir kennen uns da und nehmen es jeweils anderen an.
00:15:38: Und das ist vollkommen in Ordnung.
00:15:39: aber für ein Außenstehender wird wahrscheinlich denken was mit denen jetzt los?
00:15:43: Das haben wir immer dem Team gesagt.
00:15:47: Wir zwei uns gerade so ankiefen, nicht erschrecken vielleicht Wir brauchen ... Der muss der Druck auch erst mal raus.
00:15:53: Weil man steht einfach unter so einer Anspannung und die muss man rauslassen, aber in diesen zehn Tagen ist es nicht einmal vorgekommen.
00:16:01: Und sonst bei allen Vorgänger-Hesentagsterminen hatten wir das schon also sehr häufig, weil man kam halt aus dem Alltag raus.
00:16:09: Das war irgendwie super stressig!
00:16:11: Und dann war nur die Frage wenn der eine sagt kannst du mir mal grad irgendwas binden?
00:16:15: War da schon zu viel?
00:16:16: was ich dachte ne ich habe selber gerade Stress.
00:16:20: Das hatten wir nicht.
00:16:21: Also, ich weiß nicht warum.
00:16:22: Aber es lief so rund... Entweder waren wir dann so gut eingespielt oder wir waren von diesen Glückshormonen so überschattet weil ... Wir hatten so eine gute Zeit!
00:16:31: Also wir hatten so viel Spaß.
00:16:32: Wir sind auch morgens immer aufgestanden.
00:16:34: Das war ultraharmonisch.
00:16:35: Ich hätte's nicht erwartet.
00:16:37: Ich hätt das viel stressiger.
00:16:38: also das heißt Stressig wars aber ich hätt' dass viel.. Ich sag jetzt mal Nervenaufreibender zwischen uns beiden auch erwartet Weil wir ja beide unter diesem Druck standen habe ich glaube Wir waren vorher sehr aufgeregt, aber so mit dem Starttag und den ersten Bühnen auftritten und mit dem was wie gut alles abgelaufen ist war man dann glaube ich in diesem Rausch drin.
00:17:00: Und den haben wir auch nicht mehr verlassen und dann konnten wir uns gut aufeinander verlassen.
00:17:04: das ist halt schön als ihr.
00:17:06: Man kennt sich, man weiß immer so jetzt ist es ja eine dran, dann ist der andere dran.
00:17:13: Das lief ganz gut, ja.
00:17:14: Und danach seid ihr dann eigentlich gleich in Urlaub oder so zu dritt?
00:17:18: Oder auch nur zu zweit.
00:17:20: wie war die Zeit danach?
00:17:21: Wir sind... wir haben noch eine Woche Nachlaufs, gab ja noch ein paar Nachttermine.
00:17:27: Ich war dann auch nochmal an der Arbeit weil Floras Sommerferien dann erst ne Woche später begonnen hatten.
00:17:33: diese klassischen Sommerferienden haben er dann Anfang Juli glaube ich begonnen und abdann hatte ich drei Wochen damit ich quasi ihre Kindergarten freien, dann mit abdecken konnte.
00:17:46: Und Max hat da aber schon Urlaub.
00:17:48: Er hat einfach auch erst mal so bisschen alles rückgearbeitet und ... Ja!
00:17:55: Dann sind wir zusammen alle drei erst mal in den Urlaub gefahren.
00:17:59: Ich glaube
00:17:59: das hat es auch gebraucht für euch?
00:18:01: Das war richtig schön.
00:18:02: Also das war wirklich gut.
00:18:03: Das hat man auf Flora angemerkt die war einfach froh, sie hat dann gemerkt okay ich habe mir immer gesagt dass ist Ausnahme der bleibt jetzt nicht so.
00:18:11: Danach machen wir es uns richtig schön und sie hat dann immer gesagt, Sie wusste das schon.
00:18:15: Sie hat immer gesagt danach fahren wir an den Stranden.
00:18:19: Und man hat das gemerkt.
00:18:21: also richtig gut verarbeitet und wie auch.
00:18:24: Es war echt ein entspannter Urlaub.
00:18:26: ich habe geschafft zwei Bücher zu lesen Riesenpuzzle zu machen Also wir hatten halt auch gar keine Termine dort.
00:18:34: Wir haben auch vieles mal liegen lassen.
00:18:36: Von
00:18:36: hundert auf null
00:18:36: gefühlt dann?
00:18:38: Ja, ich dachte erst noch so dass sich viel nacharbeitet und dass wir uns viel angucken.
00:18:41: aber bis heute habe ich noch nicht aufgearbeitet.
00:18:43: Ich muss echt noch vieles auch sichern damit man das für später halt auch noch macht.
00:18:47: Aber ich hab mir einiges bis heute noch nicht angeguckt weil ich mir dachte es ist noch... Es ist noch soviel los.
00:18:54: ich glaube so vielleicht irgendwann Richtung Weihnachten oder neun.
00:18:57: ja vielleicht kann man da nochmal sich alles angucken.
00:19:02: Könntest oder hättet ihr euch beide vorstellen können diese Rolle in euren zwanzigern auszuüben als Hessentagspaar?
00:19:11: Ja, du warst ja in den zwanzigeren als eigentlich.
00:19:16: Aber meinst du das ist irgendwie ein Unterschied gemacht hat
00:19:19: Schon.
00:19:20: Also bei mir hat sich auf jeden Fall was gewandelt, weil ... oder da hab ich auch mit Max drüber gesprochen, weil es gab manchmal so diese Aussage immer superhopfelt zu denen jetzt etwas sagen wenn wir's doch eigentlich nicht müssen und nicht so.
00:19:31: doch das macht mir oder ist es mir schon irgendwie ein Anliegen, weil vielleicht in den zwanzigern wenn man sagt okay ich stehe jetzt als das Maskottchen irgendwo dabei auf einem Foto und das war's dann.
00:19:43: Das finde ich mit Mitte dreißig hat man dann doch ein anderes Standing.
00:19:46: Man möchte vielleicht auch irgendwo mal was dazu sagen, Dinge sind einem wichtig.
00:19:51: Man hat ja auch irgendwie so eine Stimme die man da nutzen möchte und das hat mich am Anfang wieder in Richtung Hessentag gegen unsere Rolle und wie wir es jetzt machen.
00:20:01: Ich weiß noch, dass die erste Presse kommt.
00:20:03: Wie stell ich mich denn jetzt hin?
00:20:05: Also vorher war das so ganz klar, klassisch irgendwie so diesen Move, den wir beide gemacht haben.
00:20:12: Und da dachte ich erst mal so wie mach' ich denn jetzt meine Hände?
00:20:15: Man musste sich wirklich neu finden und das waren dann diese Treifige.
00:20:18: aber man dachte nein!
00:20:19: Ich bin ja jetzt irgendwie mehr so eine gestandene Frau als ich vorher vielleicht eher noch in einem anderen Gedanken ging.
00:20:26: Das war schon ein Switch.
00:20:28: also ich glaube in den zwanzigern... Ja Wir hätten es wahrscheinlich ähnlich ausgefühlt, von außen betrachtet gar nicht so viel Unterschiede.
00:20:37: Aber innen drin ... krasser Unterschrieb!
00:20:40: Also fand ich, hab' ich mehr Druck gespürt weil ich's einfach besser noch machen wollte als mit den zwanzigeren wenn man sagt, ich mach jetzt mal so zehn Tage Party und so.
00:20:49: Hab' ich jetzt
00:20:49: auch dran gelassen vielleicht auch ohne Kind und so klar denn?
00:20:52: Ja dann ist das mehr Party und ... Dann
00:20:54: sind die Rechte vielleicht auch durchgemacht mal... Aus anderen Gründen?
00:20:57: Ich denke ja, ich denke wir werden nicht so schnell nach Hause, weil wir sind schon.
00:21:01: Man muss uns manchmal als Letzten dann so... Also das können wir schon, aber mit Kind wird man halt eingepremst.
00:21:09: Ja total!
00:21:10: Und man weiß auch, es ist nie nach zu Ende ab einer gewissen Uhrzeit.
00:21:12: also da gibt's kein Pardon.
00:21:14: Da kann man nicht sagen ich bin jetzt müde und das Kind ist wach und dann steht man auf.
00:21:18: Egal wie soweit.
00:21:20: Das muss man zweimal drüber nachdenken.
00:21:22: Lohnt sich das jetzt oder kriegt er vorher
00:21:23: nach Hause?
00:21:24: Es gibt zwar immer wieder diese Ausfälle wo ich denke...
00:21:27: Ja, ich hab's vergessen,
00:21:29: dass der Morgen danach ziemlich anstrengend
00:21:32: war.
00:21:34: Aber das muss ja aus sein!
00:21:35: Das wäre auch langweilig, wenn man jetzt irgendwie sagt, ich bin hier so komplett irgendwie strikt und lebe jetzt nicht mehr irgendwie noch mal eine Party aus.
00:21:44: Das macht ja eigentlich Spaß aber in den zehn Tagen konnte man sich das nicht erlauben.
00:21:48: Und es war aber auch gut so.
00:21:50: Ihr musstet auch viel zahlen?
00:21:51: Mir wirklich nur einen Abend, da wussten wir aber beide... Das war der Freitagabend am letzten Wochenende.
00:22:00: Aber da waren wir auch beide und haben gedacht, jetzt müssen wir uns mal kurz ... Einen
00:22:03: Abend?
00:22:03: Ja, abends im Weindorf noch ein bisschen gönnen und einfach auch mal mit allen so ein bisschen sacken lassen.
00:22:09: Und das war schon cool!
00:22:11: Wenn du jetzt so mit bisschen Abstand auf ... Ich sag jetzt mal die zehn Tage aber wir haben gehört es ist viel davor und auch danach zurückblickst Was würdest du sagen was hat die Zeit mit dir als Person gemacht?
00:22:27: Man lernt sich noch mal auf eine andere Art und Weise kennen.
00:22:30: Auch als Paar, das haben wir auch gesagt, weil man lernt es sich unter Extreensituationen.
00:22:35: Noch mal einer anderen, die man so im Alltag nicht hat.
00:22:38: Weil man steht ja unter komplettem öffentlichen Geschuss.
00:22:45: Aber was hat's gemacht?
00:22:46: Also man ist schon stolz darauf, dass man das hinbekommen hat.
00:22:50: Dass man diese Organisation hinbekommt.
00:22:52: Man ist dankbar für das Netzwerk, wenn man weiß ... passiert, was kommt und man weiß irgendwie so hey wir werden wirklich super getragen aus dem familiären und auch da ausm freundeskreis.
00:23:04: Und selber ja man hat halt wirklich ein großes Netzwerk sich geschaffen.
00:23:10: Man hat seine Heimat nochmal anders kennengelernt, man ist irgendwie froh das auch machen zu können.
00:23:17: also sehr dankbar dass wir ausgewählt wurden und hat halt sich dann auch noch mal... Also man leigt immer dazu auch zu sagen passen wir da jetzt wirklich richtig, aber es war halt auch schön aus viele Rückmeldungen zu bekommen.
00:23:31: So von wegen hey ihr habt das wirklich gut gemacht und das ist dann schon schön dass man irgendwie weiß okay anscheinend war mal doch ganz gut weil im Vorhinein denkt man sich jetzt boah die Erwartung sind wahrscheinlich unendlich hoch Man kann nicht alle erfüllen Das ist vollkommen klar.
00:23:46: Aber es ist halt schön wenn so aus dem grodern zurück kommt Dass es wirklich ein guter Job war und wird die Rolle ganz gut Ausgefüllt haben.
00:23:55: Würdest du im Rückblick irgendwas anders machen?
00:23:58: Nee, ehrlich gesagt.
00:24:01: Also
00:24:01: ich
00:24:02: bin froh das der Hessentag sozusagen damals verschoben wurde weil er wär nicht so schön geworden unter diesen Rahmenbedingungen Corona.
00:24:09: also für Corona kann halt einfach
00:24:10: keiner was.
00:24:12: und ich bin freu dass die Stadt früher dann es damals auch abgesagt hat und nicht irgendwie so durchgeführt hat weil dann wäre jetzt glaube ich nicht das geworden was ist.
00:24:19: jetzt war und wir waren zwar ewig in dieser Haltestellung.
00:24:25: Aber wir hatten ja auch Zeit, alles kennenzulernen und das war halt auch schön, weil ich kann mich noch an unseren ersten Terminen... Er war hier aus Tess News Sommerfest.
00:24:35: Es war der erste Termin in unserem Kostüm und es war echt in diese Rolle ankommen, in diesen Netzwerk erstmal Das war was komplett anderes als jetzt sechs Jahre später wo man wieder beim Sommerfest war und sich dachte hey hallo cool!
00:24:47: Wir sehen wieder alle und man kennt sich jetzt schon.
00:24:49: Und das war wirklich schön Weil wir wurden dann auch über die jahre hin getragen, man hat immer mehr Verbindung geknüpft und diese Verbindungen haben es dann auch so zu einem ganz großen Gemeinschaftsgefühl gemacht.
00:25:01: Und das war deswegen eigentlich genau richtig weil wir konnten in die Rolle richtig reinwachsen.
00:25:06: Also bin ich dankbar dafür.
00:25:08: also alle Hessentags Paare die nicht so viel Zeit haben sie müssen sich ja nochmal auf eine andere auf einem ganz anderen Schnelligkeitslevel dann irgendwie so Netzwerker aufbauen oder so kennenlernen, wo wir jetzt einfach wussten.
00:25:22: Wir haben schon viele und auch Termine erlebt.
00:25:25: Wir wissen das Setting, dass Protokoll was dahinter steht... Man ist immer aufgeregt!
00:25:30: Es gab es nie, dass wir nicht aufgerebt waren aber man war trotzdem beruhigt da weil man immer schon wusste, was erwartet uns eigentlich.
00:25:38: Ja, war das schön
00:25:41: Das war jetzt eigentlich auch eine Art Ehrenamt.
00:25:44: Was würdest du denn anderen Mamas raten, die jetzt überlegen vielleicht ist nicht so ne Form von Ehrenamtauszügen aber generell einen Ehrenammt auszuüben?
00:25:54: Die vielleicht dann aussagen ich schaffe das nicht.
00:25:55: Ich habe ein Job, ich hab'n Partnerhaus Kind.
00:25:59: mir ist das zu viel!
00:26:00: Ich glaube ich schaff das nicht.
00:26:01: was würdest Du den raten?
00:26:04: Ich habe ja am Anfang gesagt dass wenn man es mir jetzt wahrscheinlich so bildlich vorhalten würde würde ich sagen, um Gottes Willen das schaffe ich nicht.
00:26:12: Umgekehrt in dieser Rolle, in diese Aufgabe hat man es geschafft und man hat sich die Freiräume auch dafür geschaffen.
00:26:18: natürlich ist es verzicht und natürlich bedeutet dass auch gute Organisation.
00:26:23: aber ich glaube schon Ja, auch der Appell ist zu sagen dass man sich das ruhig auch trauen kann und auch mal rausnehmen kann.
00:26:32: Auch zu sagen ich such mir jetzt vielleicht für etwas die Hilfe aus dem Netzwerk was man hat als Familie oder am Freundeskreis mit der Unterstützung auch das Kinderbetreuung irgendwie mal läuft aber dass man auch ein Ehrenamt ausführen kann und weil es gibt einem ja auch sehr viel und ich glaube Wenn man jetzt die Mutterrolle hat, möchte man auch was Gutes vorleben.
00:26:52: Und das wiederum bringt es ja mit sich!
00:26:55: Also man kann ja dem Kind dann auch wieder dadurch etwas mitgeben wenn man sagt hier ich engagiere mich für was zwei Kinder leben ja nicht nur davon was man ihnen erzählt sondern auch was man ihn vorlebt und Ich glaube schon dass man da an sich mutig sein muss.
00:27:08: aber man braucht natürlich auch das Netzwerk.
00:27:10: also Es ist halt wirklich wenn man Sagt etwas jetzt schwierig muss man halt auch sehen, wie wir das hinbekommen.
00:27:18: Also... Das ist nicht so einfach.
00:27:20: Ja.
00:27:21: Also Familie und Freunde sind schon enorm wichtig!
00:27:25: Und das hat es euch wahrscheinlich auch noch mal gezeigt ja?
00:27:28: Ich mein also dass dir so einen Punkt, wo's uns genauso geht Luisa oder so ohne Familie wenn wir das nicht alles mit der Kinderbetreuung organisieren würden, also wenn die nicht alle hinter uns stehen würden.
00:27:41: Es ist auch in der einen oder anderen Stelle ziemlich schwierig.
00:27:43: Ja, man müsste an der einen und anderen Stelle einfach zurückschrauben.
00:27:48: Auch jetzt mal bevor man an das Ehrenamt denkt erstmal so sein Job zu erledigen, auch irgendwie die Zeiten abzustimmen und klar darüber hinaus dann auch.
00:27:57: Also ich frag mich dann immer wie es die Mamas machen, die tatsächlich keine oder relativ wenig Unterstützung haben weil die Großeltern vielleicht in einem anderen Land leben oder wie auch immer die Situation ist.
00:28:09: aber ich bin unendlich dankbar dafür.
00:28:11: und wie gesagt anders wäre es bei mir echt schwierig bei dir?
00:28:15: Genau so ja Das hat man schon darauf angewiesen.
00:28:19: Ja, man braucht schon ein gutes Netzwerk.
00:28:21: also ich meine klar wenn mein Familie oder halt über Freunde bei Kindern ja auch dann gerne wenn es jetzt irgendwie Der Freund X ist, und man mit den Eltern sich auch gut versteht.
00:28:31: Das hatten wir jetzt während des Hessentags also das Flora dann auch mal einen Tapetenwechsel von Omas und Opa oder Onkel und Tanten hatte sondern auch mal durch Freunde betreut wurde die dann einfach ihre Kinder mitgebracht haben und sie da als so mitgelaufen ist hat man schon gemerkt dass es ganz gut ging.
00:28:46: aber klar das ist halt jeder ist ja irgendwo heutzutage toll eingespannt Und man hat ja auch manchmal die Helmung zu fragen.
00:28:54: Also jetzt so während des hessentags Amtes Waren wir teilweise gezwungen und viele haben uns das auch angeboten, von sich aus gesagt.
00:29:01: Wir unterstützen euch!
00:29:02: Wir sind für euch da wenn ihr was braucht.
00:29:04: Das macht es einfacher als wenn man umgekehrt jetzt irgendwie vielleicht etwas ausführt wo die Leute erstmal nicht wissen was steht dahinter Und man dann aktiv fragen muss weil das Macht man ja auch nicht so gerne oder will ja auch Schublade getrückt werden?
00:29:17: sie von wem kriegst du das jetzt nicht hin oder wie?
00:29:19: Weil wir Frauen sind ja Das müssen wir viel mehr eigentlich lernen, da uns nicht irgendwie zu sagen so ja hey kriegst du es jetzt nicht alleine hin sondern zu sagen nein ich unterstützt dich egal was Du machst und ich bin für Dich da.
00:29:32: Dass wir uns gegenseitig auch als Netzwerk darbieten.
00:29:36: Mehr zu trocken.
00:29:37: Ja stimmt!
00:29:38: Ich bin da auch nicht so gut danach zu fragen.
00:29:39: also ich wurde wirklich in dieser Hessen-Tax Zeit einfach dazu gezwungen und dann lief das auch.
00:29:44: aber ich merke sonst auch eher derjenige ich versuche lieber alles dahin bekommen Mensch!
00:29:51: Und dann erinnere ich mich auch daran, dass in der Zeit das lief auch.
00:29:54: Man muss auch manchmal lernen, dass auch Dinge ohne einen auch gut laufen.
00:29:59: Genau und dass Kinder auch eine gute Zeit haben.
00:30:01: manchmal wenn sie eben vielleicht auch mal mit XY verbringen weil sie ja lernen sich auch nochmal was.
00:30:07: also es heißt jetzt nicht mehr muss ein Kind immer abschieben und woanders zu geben aber auch mal selber zu erkennen Ich kann's auch gerne mal loslassen um selber zu wachsen und mein Kind vielleicht auch noch mal wachsen zu lassen.
00:30:20: Das hat irgendwie immer so zwei Seiten, aber dass man da glaube ich schon immer... Also ich muss mich da selber immer dran erinnern zu sagen.
00:30:26: Ich frage jetzt wirklich wieder weil...
00:30:29: Aber ist das, das wäre jetzt so?
00:30:31: meine nächste Frage gewesen könnte schon eine Antwort sein was du als Mama und als Ehefrau aus dieser Zeit mitgenommen und gelernt hast?
00:30:41: Ja, dass man wirklich schon immer wieder aktiv auch um Hilfe fragt und dass das auch nichts Schlimmes ist.
00:30:48: Gar nix, also dass man sich das nicht vorhalten muss sondern eher was Positives weil man selber für sich etwas lernt und weil das Kind auch wiederum bei anderen was lernt oder eben derjenige sei es die Großeltern die ihnen keine Ahnung wirklich dann auch mal selbst verantwortlichen Tag mit einem Kind organisieren Weil selber ist man ja durchorganisiert.
00:31:11: Jetzt für den Hessentag habe ich gegen ein Buch geschrieben und dachte mir noch so, ob das jemand liest.
00:31:16: Aber ich hatte für mich das gute Gefühl!
00:31:19: Ich habe es denjenigen gegeben, die zuständig waren und hab gesagt da steht alles drin wo was in dieser Wohnung ist.
00:31:25: Wo Flora irgendwas gerne mag.
00:31:27: aber dieses Kind konnte ja auch selber erzählen was sie möchte und hatte damit glaube ich selber auch die Zügel in der Hand.
00:31:33: Das macht's
00:31:34: dann auch nochmal einfacher.
00:31:35: Aber
00:31:36: das merkt man auch oft dass eigentlich die Großeltern die sind ja dankbar wenn man sie fragt also für diese ist hier oft einfach Highlighter in der Woche.
00:31:48: Wir haben
00:31:49: im Kopf, oh mein Gott.
00:31:50: Die hat schon wieder ein schlechtes Gewissen und kann ich das?
00:31:53: Und ich kann auch schaffen eine Stunde noch vorherzukommen und für die, nee alles gut bleibt doch weg.
00:32:00: Manchmal denkt es so, ich muss jetzt wirklich nach Hause.
00:32:03: Dann kommt man in mich und sagt okay, das war eigentlich gar kein Drama.
00:32:10: Das ist schon... Das muss man sich halt immer wieder bewusst machen.
00:32:14: Und auch gerade für Ehrenämter, ja?
00:32:17: Dass man da einfach sagt... Ich traue mir das zu!
00:32:19: Ich mach' das und ich kriege es auch hin und hab da eine Verbindlichkeit aber... Ja der Mama und der Alltag ist natürlich heftig also klar.
00:32:29: Ich muss auch sagen, da hat Sport, da Freundschaft schon viel runtergelitten in der Zeit.
00:32:35: Also ich wusste... Ich konnte jetzt nicht mehr bei jedem Treffen dabei sein und das ist auch schade, weil irgendwann musste ich teilweise nicht mehr was zur Sachstände waren.
00:32:46: Ich musste erst mal nach dem nächsten Tag wieder anknüpfen also... Das war jetzt schon ein hoher Preis den man dafür zahlen musste.
00:32:55: aber man muss ja immer dann so abwägen in welcher Zeit und wie man da genau kommt.
00:33:03: Spannend auf jeden Fall, total interessant!
00:33:07: Ja, ich glaube.
00:33:08: Also wir haben auf jeden Fall die halbe Stunde schon gut
00:33:11: gefüllt, deswegen ganz schnell.
00:33:15: Wir würden aber gerne die Hörer noch befragen oder ziehen uns vielleicht noch?
00:33:20: Ihre!
00:33:21: Ja ihre Erfahrung mit vielleicht nicht als Hessentagspaar,
00:33:25: sondern
00:33:26: mit ähnlichen
00:33:27: Ehrenamt.
00:33:28: Genau wie ihr das hinbekommt in Familie Job Alltag alles unter einen Hut schreibt uns gerne, wenn ihr dazu vielleicht auch mit uns sprechen wollt.
00:33:40: oder zu jedem anderen Thema.
00:33:42: und vielleicht noch eine persönliche Abschlussfrage an dich.
00:33:47: Was stand denn auf deiner To-do-Liste direkt nach dem Hessentag?
00:33:52: Also was waren so die Top drei Dinge wie du dann unbedingt erledigen wolltest oder was du auch umsetzen konntest?
00:34:01: Schlaf!
00:34:03: Nee, schlafen gewöhnt man sich ein Stück weit dann immer mal und in den Dreißigern bisschen ab.
00:34:09: Man braucht ja auch weniger Schlaf.
00:34:10: aktuell, dass man weiß mit zwei Stunden kommt man noch nicht mehr.
00:34:15: Ne es waren tatsächlich wirklich Freunde und Familie.
00:34:19: erstmal wieder anknüpfen und ihnen die Zeit schenken, die sie uns geschenkt haben also dazu sagen wir möchten was zurückgeben.
00:34:26: Das hoffe ich haben wir einigermaßen geschafft, aber es gibt immer noch viele wo Treffen und Besucher ausstehen.
00:34:33: Mir ist etwas langweilig, aber das ist eine Steuererklärung beispielsweise die man machen musste oder mal zu Hause ausmisten und da wieder quasi so eine Struktur reinbekommen Und ja ne weitere Tudu nach dem Hessentag wieder da anzuknüpfen, also ich sag jetzt mal Self-Care-Dingungen wie Wort und auch mal ein bisschen vielleicht eine ruhige wöchentliche, was soll man sagen, Hobby wo man irgendwie mal ein bissel runterkommt so wieder ankommt.
00:35:11: Soll ich's lesen?
00:35:12: Das hab' ich aber geschafft.
00:35:13: das habe ich auch während des Fests
00:35:14: gemacht.
00:35:14: Hast du gesagt im Urlaub auch?
00:35:15: Auch davor!
00:35:16: Ich lag viele Nächte wach.
00:35:20: Also es war mal so um vier Uhr, dass ich wach war und dann hab' ich immer mindestens zwei Stunden gelesen.
00:35:24: Ach ja?
00:35:25: Ja das war schon Druck glaube ich, der in einem drin war aber... Ich habe wirklich dieses Jahr so viele Bücher gelesen, ich weiß gar nicht wann!
00:35:32: Aber das ist irgendwie schön weil irgendwie hört man nur noch ein Jahr, da lag ich wache und dann hing ich halt am Handy.
00:35:37: Das ist so der erste was man nimmt an meinem Handy von Nachtisch.
00:35:41: Nee ich hab' wirklich mit dem Kindel nachts Das geht ja dann auch so, dass dann kein anderer wach wird weil ja Flora meistens irgendwo im Ecke lag.
00:35:51: Konnte ich lesen das war okay.
00:35:52: bis mir die Augen hier zu gefallen sind habe ich weiter gefangen.
00:35:58: Ja
00:35:58: gut!
00:35:59: Schönen.
00:35:59: dann vielen Dank für deine Offenheit
00:36:02: und Danke euch auch.
00:36:05: Mama ist in den Dreißigern.
00:36:07: Oder auch... Alles ist
00:36:08: möglich!
00:36:09: Frauen, ja.
00:36:10: Man muss manchmal wirklich einfach sagen man zieht jetzt auch mal was durch wenn es einem wichtig ist oder wenn man Anliegen hat dann
00:36:17: Und wenn man will dass man's einfach schafft?
00:36:19: Vielleicht öfter mal drüber nachdenken, dran denken
00:36:22: Genau und wirklich aus sich Ja nicht schämen um Hilfe zu fragen Wenn man ein Anliegend hat das man vielleicht für sich einmal umsetzen möchte weil man stellt sich als Mutter sonst sehr viel zurück.
00:36:35: Und mein, das Ehrenamt ist auch wichtig, Dinge auszuführen.
00:36:40: Oder ein Hobby oder auch der Job.
00:36:42: also das sind alles Dinge.
00:36:43: Das gehört ja irgendwie dazu zu dieser Verwirklichung der Persönlichkeit die man ja auch ist und wie man auch vorleben möchte in einem Kind.
00:36:50: Auf jeden Fall, das stimmt.
00:36:54: Danke!
00:36:55: Dann
00:36:55: hören wir uns
00:36:56: in zwei
00:36:57: Wochen wieder.
00:36:59: Bis dann!
00:37:00: Ciao
00:37:00: was gut.
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